Buenos Aires
Die Stadt gilt als eine der beliebtesten schwulen Hauptstädte der Welt mit typisch europäischem Flair.
Prächtige öffentliche Häuser und Gärten entlang der großen und grünen Alleen, wie z. B. der Plaza de Mayo mit der Kathedrale, und der “Manzana de las Luces” (Häuserblock des Lichtes). Die interessanteste Strasse ist jedoch die Avenida de 9 Julio, wo sich das Wahrzeichen der Stadt erhebt, der Oberlisk. In der Avenida Corrientes findet man Kinos, Theater und weitere vergnügliche Treffpunkte. Die Schwulenszene konzentriert sich auf die Bezirke von Palermo, San Telmo, Recoleta und Barrio Norte.
Buenos Aires– Buenos Aires ist ein Schmelztiegel der Stile und Geschmäcker. Das wird spätestens beim Flanieren durch die Viertel der Innenstadt deutlich. Während im eleganten Stadtteil Recoleta großbürgerliche Häuser im französischen Jugendstil auffallen, sind es in La Boca die knallbunten Hausfassaden aus Wellblech und Holz. Das Hafenviertel, einst Heimat von Einwanderern aus Italien, ist heute zwar immer noch eine einfache Wohngegend, verfügt aber mit der kleinen Gasse Caminito über eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Stadt. Nördlich von La Boca liegt das Viertel San Telmo. Hier wähnt man sich auf einer Zeitreise durch das alte Europa. Enge Straßen mit Kopfsteinpflaster und Altbauten aus dem 19. Jahrhundert, die schon lange Patina angelegt haben, erinnern an die einst glanzvolle Vergangenheit von Buenos Aires. Gay-Trendsetter haben das Viertel wiederentdeckt und für Einheimische wie für Touristen attraktiv gemacht. Nicht von ungefähr eröffnete hier vor einigen Jahren mit dem das ist vor allem ein Kontrastprogramm zum ansonsten oft chaotischen, manchmal auch anstrengenden Lateinamerika, in dem man es mit Pünktlichkeit, Sauberkeit und funktionierender Infrastruktur nicht immer so genau nimmt. Wer schon einmal Brasilien, Peru oder einige Länder Mittelamerikas bereist hat, wird von Buenos Aires überrascht sein. Wohl keine andere Stadt auf diesem Teil des Kontinents kommt in Architektur, Struktur und Flair einer europäischen Metropole näher als die argentinische Hauptstadt.
Gerne wird Buenos Aires mit Paris oder Madrid verglichen und in der Tat sind solche Vergleiche nicht unpassend. Mit einem Opernhaus von Weltruf – dem gerade nach langer Renovierung wiedereröffneten Teatro Colón –,einem quirligen Theaterdistrikt mit Kinos, Musicalbühnen und unzähligen Restaurants, der Fußgängerzone, Calle Florida genannt, sowie den unterschiedlichsten Stadtvierteln wie San Telmo, La Boca oder Palermo ist die Drei-Millionenstadt kulturelles und politisches Zentrum einer Nation, die sich nicht nur für Fußball sondern auch für Homorechte interessiert.
Den schnellsten und bequemsten Überblick verschafft man sich mit einer Fahrt in einem der gelben Touristenbusse, die auf einer etwa vierstündigen Rundtour alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt anfahren.
Wer einen Besuch in Buenos Aires plant, sollte das Wochenende einplanen. Freitag, Samstag und Sonntag ist die Auswahl an schwulen Events am größten, die Bars entsprechend voll und die Stimmung ausgelassen. Die Clubs und Bars gehören neben denen im brasilianischen São Paulo zu den besten Südamerikas. Neben den Disco-Klassikern Amerika und Glam liegen besonders der samstags mit einer spektakulären Show aufwartende „Human Club“ sowie der einmal im Monat stattfindende Gay-Dance im Palacio Alsina voll im Trend. Wer den Palacio Alsina nahe der Avenida 9 de Julio das erste Mal betritt, wird von der theatralischen Architektur des ehemaligen Bürogebäudes überwältigt sein. Perfekter Sound, Showacts und die hübschesten Jungs der Stadt lassen die Zeit bis zum Sonnenaufgang wie im Flug vergehen.

